Dr. Bayer & Kollegen

kariesinfiltration

Kariesinfiltration

„Bohren?- Nein Danke!“ –Hinter dieser kindlich anmutenden Aussage verbirgt sich der Grundgedanke einer neuartigen Therapiemöglichkeit bei beginnender Karies vor allem im Zwischenzahnbereich. War es vor wenigen Jahren noch undenkbar und ein frommer Wunsch der Behandler- und Patientenschar kariöse Zahndefekte ohne schmerzhaftes Bohren und Füllen zu therapieren, so ist mit Aufkommen eines hochmodernen Versieglungskunststoffes die Möglichkeit einer nicht Zahnsubstanz verletzenden Kariestherapie gegeben. Karies ist einer der häufigsten pathologischen Prozessen des Zahnhartgewebes. Dabei produzieren Mikroorganismen Säuren, die bei längerem Einwirken auf die Zahnhartsubstanz eine poröse Struktur im Zahnschmelz hinterlassen.

Die Therapieform dieses neuartigen Versiegelungskunststoffes basiert auf einem äußerst dünnfließendem Kunststoff, der die Fähigkeit besitzt in das Porensystem der Schmelzschicht einzudringen und den Zahn „von innen“ zu versiegeln. Die Kunststoffinfiltration lässt im Inneren des Schmelzdefektes eine Barriere entstehen. Überdies ist dank dieser Methode die Möglichkeit gegeben, angeborene oder nach einer kieferorthopädischen Behandlung erworbene weißliche Schmelzflecken zu kaschieren und eine ästhetische Aufwertung zu erzielen.

Es lässt sich abschließend festhalten, dass die Kunststoffinfiltration als Therapieform bei beginnender Karies ein neuartiges, bestens wissenschaftlich belegtes Verfahren darstellt, welches nicht nur die Zahnbehandlung patientenfreundlicher gestaltet, sondern vielmehr eine herkömmliche Füllungstherapie und -Erneuerung auf Jahre hinauszögern kann.