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Unverträglichkeitstestungen

Bei vielen Menschen treten heute Überempfindlichkeitsreaktionen des Körpers auf bestimmte Materialien auf. Unter Umständen können sie sich zu einer Allergie ausweiten. Das Immunsystem wehrt sich damit gegen eigentlich harmlose Stoffe – wie Blütenpollen, Lebensmittelbestandteile, Nickel, Chrom, oder auch zahnärztliche Materialien wie dentale Kunststoffe, Metalle oder Gold für Füllungen.

Unverträglichkeitstestungen

Wir können mit verschiedenen Tests überprüfen, ob Sie an einer Überempfindlichkeit oder einer Allergie leiden. Dies ist wichtig, um mit Ihnen zum Beispiel ein geeignetes Füllungs-, Wurzelfüllungs- oder Zahnersatzmaterial aussuchen zu können.

Die Tests im Überblick:

Grundsätzlich empfiehlt sich der Lymphozytentransformationstest, kurz LTT, als vorsorglicher Test – wenn ein Verdacht auf mögliche Unverträglichkeiten von zahnärztlichen Werkstoffen insbesondere für Zahnersatz besteht. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Allergie, kann im Anschluss eine Effektorzelltypisierung zur genaueren Bestimmung empfehlenswert sein.

Die zwei Tests im Überblick:

Lymphozytentransformationstest (LTT)

Die Lymphozyten (zu denen unter anderem die T-Helferzellen gehören) zählen zu den weißen Blutkörperchen und sind für die körpereigene Immunabwehr verantwortlich. Sie speichern zum Beispiel nach einer auskurierten Grippe den Erreger im Gedächtnis ab. Bei einer erneuten Infektion können sie rascher und wirksamer gegen ihn vorgehen oder eine Erkrankung verhindern. Bei einer Überempfindlichkeit oder einer Allergie richten die Lymphozyten ihre Aufmerksamkeit auf harmlose Eindringlinge – und es entwickeln sich typische allergische Beschwerden (wie Kopfschmerzen, Juckreiz, allergischer Schnupfen, tränende Augen).

Testung vor allem auf Metalle, dentale Kunststoffe, Wurzelfüllmaterialien
Der Lymphozytentransformationstest wird nur in speziell ausgestatteten Labors durchgeführt. Mit ihm kann getestet werden, ob die Lymphozyten auf Materialen wie Metalle, dentale Kunststoffe (für Prothesen, Füllungen) oder andere Füllmaterialien wie Amalgam, Wurzelfüllungen überempfindlich reagieren. Dazu genügt eine Blutabnahme, deren Probe wir in ein Labor einschicken. Dort wird sie untersucht. Zeigt sich bei bestimmten Werkstoffen eine Reaktion, liegt eine Überempfindlichkeit oder sogar eine Allergie vor.

Effektorzelltypisierung

Beim Lymphozytentransformationstest zeigt das Ergebnis lediglich, dass der Körper auf einen bestimmten Stoff (das „Allergen“) mit einer harmlosen Überempfindlichkeit oder einer Allergie reagiert. Ob eine allergische Reaktion hervorgerufen wird, hängt von den T-Helferzellen ab. Sind T-Helferzellen vom Typ 2 vorherrschend, kann eine Entzündungsreaktion von ihnen selbst verhindert bzw. verringert werden. Dominieren jedoch T-Helferzellen vom Typ 1, entwickelt sich eine Entzündung und damit eine allergische Reaktion auf das Allergen.

Blutentnahme und Testung im Labor

Um zu untersuchen, ob eine Allergie vorliegt, genüg eine Blutprobe. Unter Umständen kann die Blutprobe vom Lymphozytentransformationstest weiter genutzt werden. Liegt eine Allergie gegen zahnärztliche Materialien vor, stellen wir Ihnen geeignete Alternativen für Zahnersatz vor.

Grundsätzlich sind Allergien gegen Titan bislang unbekannt. Jedoch können Überempfindlichkeiten auftreten, wenn bestimmte Zellen im Körper (Monozyten bzw. insbesondere die Makrophagen) auf das Titan reagieren. Die Zellen nehmen in kurzer Zeit Titanpartikel auf. Weisen die Zellen eine überhöhte Entzündungsbereitschaft auf, kommt es dabei zu einer Überempfindlichkeitsreaktion.

Blutentnahme und Laboruntersuchung

Wir entnehmen eine Blutprobe und schicken sie ins Labor, wo die Zellen auf überschießende Entzündungsreaktionen überprüft werden. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, empfehlen wir Ihnen ein anderes dentales Material.

Der Basophilen-Degranulationstest (BDT) kann sinnvoll sein, wenn eine Allergie auf zahnärztliche Klebstoffe zur Befestigung von Keramikinlays und anderen Zahnersatz, Medikamente (unter anderem Antibiotika für Parodontitistherapien) oder Betäubungsmittel überprüft werden soll.

Blutentnahme und Laboruntersuchung

Eine Blutprobe wird ins Labor gesendet und dort auf Unverträglichkeiten bzw. Allergien untersucht. Sollte eine Allergie vorliegen, stimmen wir die Behandlung entsprechend ab. Zudem erhalten Sie einen Allergiepass, in dem die auslösenden Stoffe vermerkt sind.