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KFO für Kinder

Je nachdem, ob eine Zahn- oder Kieferfehlstellung vorliegt, werden herausnehmbare oder festsitzende Zahnspangen genutzt. Herausnehmbare Zahnspangen sind beispielsweise eher bei jüngeren Kindern empfehlenswert, um bei einem zu schmalen Kiefer das Knochenwachstum anzuregen. Feste Zahnspangen, die „Multibracket-Apparaturen“, sind äußerst vielseitig einsetzbar und können daher für nahezu alle Zahnfehlstellungen verwendet werden.

Unsere kieferorthopädische Behandlung bei Kindern im Überblick:

Der Bionator gehört zu einer Gruppe von Zahnspangen, die „Aktivatoren“ genannt werden. Aktivatoren dienen in erster Linie dazu, das Wachstum des Unterkiefers zu fördern (bei zu kleinem Unterkiefer) oder aufzuhalten (bei zu großem Unterkiefer). Sie sind aus Kunststoff und liegen lose auf den oberen und unteren Schneidezähnen an. Sie funktionieren als „Trainingsgeräte“, weil sie durch die muskulären Kräfte beim Sprechen, Schlucken und Kauen aktiviert werden und auf diese Weise Fehlfunktionen der Zunge oder der Lippen korrigieren. Nach einigen Monaten beginnen die knöchernen Strukturen des Kiefers, sich darauf einzustellen und formen sich allmählich in die gesunde Position um.

Wir empfehlen häufig Bionatoren, weil sie filigraner als herkömmliche Aktivatoren gefertigt sind. Kinder gewöhnen sich so oft leichter an das regelmäßige Tragen.

Feste Zahnspangen werden für die Behandlung vieler Zahn- und Kieferfehlstellungen eingesetzt. Sie bestehen aus den Brackets (Halteplättchen aus Metall, Keramik oder Kunststoff), die auf die Zähne aufgeklebt werden. Für die großen Backenzähne (Molaren) werden gegebenenfalls als Alternative Metallbänder mit einer röhrenförmigen Fassung verwendet. An den Brackets bzw. Bändern wird ein Behandlungsbogen aus Edelstahl befestigt. Er sorgt für den notwendigen Druck auf die Zähne, um diese in die gewünschte Position zu bewegen.

Feste Zahnspangen sind unter anderem geeignet, um

  • die Position der Zahnwurzeln zu verändern, z. B. die Zähne im Kiefer nach hinten zu verschieben,
  • zu weit herausgewachsene Zähne in den Kiefer zurück zu bewegen oder umgekehrt zu „kurze“ Zähne zum Herauswachsen anzuregen,
  • Backenzähne, die falsch herum stehen, zu drehen.

Herausnehmbare Zahnspangen werden nach einem Abdruck der Zähne, Kiefer und des Gaumens angefertigt. Sie bestehen zum größten Teil aus Kunststoff − in den Kunststoff sind je nach Art der Zahnspange Dehnschrauben, Federn und Drahtelemente zur Befestigung an den Zähnen eingelassen. Diese können passiv (Haltefunktion) oder aktiv (Federn, Schrauben) sein und damit die Zähne bewegen.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Zahnspangen in den Lieblingsfarben und -mustern die Kinder motivieren. Deshalb bieten wir herausnehmbare Zahnspangen in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Motiven an, die sich die Kinder aussuchen können.

Eine Alternative zum Headgear (bei Jugendlichen eher unbeliebte Außenzahnspange) kann eine feste Zahnspange sein, die an speziellen kleinen Schrauben – sogenannten Miniimplantaten – befestigt wird. Mit Miniimplantaten kann bestimmt werden, welche Zähne bei der KFO-Behandlung bewegt werden und welche in ihrer Position bleiben können. Zudem ist die feste Zahnspange, die im Mundinneren eingesetzt wird, deutlich komfortabler als ein außen anzulegender Headgear. Darüber hinaus verkürzt sich mit Miniimplantaten in der Regel die Behandlungsdauer.

Über Miniimplantate
Miniimplantate sind kleiner als gewöhnliche Zahnimplantate und werden für den Zeitraum der kieferorthopädischen Behandlung sicher im Kieferknochen verankert. Nach der KFO-Behandlung können wir die Miniimplantate problemlos wieder entfernen.

  • Auch im Erwachsenenalter können Zahn- und Kieferfehlstellungen noch behandelt werden. Wir beraten sie gern in unserer Praxis.